Allergene

Die allergische Rhinitis betrifft Millionen von Menschen. Die Symptome reichen von laufender und verstopfter Nase bis hin zu allergischem Asthma.

Die häufigsten Allergene sind:

Pollen

Pollen werden an sonnigen und warmen Tagen in die Luft freigesetzt und können vom Wind über mehrere Kilometer getragen werden. An regnerischen sowie an kalten und feuchten Tagen ist die Pollenmenge in der Atmosphäre geringer.

Die für Atemwegsallergien verantwortlichen Pollen fallen unter drei Kategorien:

  • Bäume

Zu den Baumpollen, die Allergien auslösen können, gehören z.B. Pollen von

- Birke, Erle, Hasel (Betulaceae-Familie)

- Buche, Eiche (Fagaceum-Familie)

- Esche, Olivenbaum (Oleaceae-Familie)

- Zypresse, Wacholder, Zeder (Cupressaceae-Familie)

Insgesamt erstreckt sich die Pollenflugzeit über mehrere Monate (von Januar bis September in der nördlichen Hemisphäre, mit einer Hauptzeit von Februar bis Mai) und ist von Art zu Art unterschiedlich.

  • Gräser

Die Süßgräser-Familie (Poaceae) umfasst mehr als 12.000 verschiedene Arten. Diese Gräser kommen in Gärten, auf Wiesen, in Wäldern sowie am Wasser oder auf Felsen vor. Schon eine geringe Konzentration an Gräserpollen kann ausreichen, um eine allergische Reaktion auszulösen.

Zu den Gräsern, die Allergien auslösen können, gehören u.a.: Wiesenknäuelgras, Wiesenlieschgras, Wiesenrispengras, Gewöhnliches Ruchgras, Deutsches Weidelgras.

In der nördlichen Hemisphäre erstreckt sich ihre Pollenflugzeit von März bis September mit einer Hauptzeit im Mai, Juni und Juli.

  • Kräuter

Arten aus der Kräuterfamilie haben weiche und biegsame Stängel. Ihre Pollen sind klein und leicht und können lange Zeit in der Atmosphäre schweben bleiben und über weite Strecken transportiert werden.

Zu den Kräutern, die eine allergische Reaktion auslösen können, gehören u.a.: Beifuß, Brennnessel, Gänsefuß, Traubenkraut (Ambrosia), Salzkraut, Spitzwegerich. Pflanzen wie Löwenzahn, Estragon und Wermut gehören zur selben Familie (Asteraceae).

Ihre Pollenflugsaison in der nördlichen Hemisphäre geht von März bis September mit Spitzen im Juli, August und September.

Hausstaubmilben

Hausstaubmilben, die zur Familie der Spinnen gehören, messen zwischen 0,2 und 0,4 mm und kommen in allen Haushalten vor, wo sie zahlreich in Bettzeug/Bettwäsche, Polstern, Teppichen usw. zu finden sind.

Hausstaubmilben sind eine der Hauptursachen allergischer Rhinitis mit Symptomen wie verstopfter Nase, Niesen, trockenem Husten oder Bronchitis, die zu Asthma führen können. Hausstaubmilben-Allergien belasten die Betroffenen ganzjährig.

Tiere

Allergien gegen Katzen sind die häufigste Art von Allergien gegenüber Tierhaaren bzw. -schuppen und machen zwei Drittel der Tierhaarallergien aus. Entgegen der allgemeinen Überzeugung ist es nicht das Tierhaar selbst, das die Allergie auslöst, sondern eine Substanz (Fel d 1), die sich auf dem Fell des Tieres befindet.

Dieses Protein (oder Allergen) wird von der Haut der Katzen produziert und ist auch in ihrem Speichel, Urin, Tränen und Hautpartikeln vorhanden.

Das Allergen findet sich überall in Häusern - in Betten, Polstern, Teppichen - und wird in der Luft schwebend verteilt. Katzenhaare können auch mit Kleidung und Schuhen transportiert werden. Das Allergen findet sich in erheblichen Mengen auch in Haushalten oder Orten ohne Katzen, zum Beispiel in Klassenräumen.

Schimmelpilze

Schimmelpilze bestehen aus mikroskopisch kleinen Pilzen, die in der Umgebung vorkommen. Sie können sowohl in Innenräumen in feuchten Bereichen (Bad, Küche usw.) als auch im Freien (abgefallene Blätter, Kompost, Gräser usw.) auftreten. Die von den Pilzen freigesetzten Sporen können durch Wind und Tau weitergetragen werden. Schimmelpilze können sich auch auf Lebensmitteln (z.B. Brot, Käse, Obst und Gemüse) entwickeln.

Die mikroskopische Größe der Schimmelpilzsporen, die von 3 bis 10 µm reicht, ermöglicht es ihnen, leicht in die Atemwege einzudringen.

Schimmelpilze können saisonale oder ganzjährige Atemwegsallergien auslösen, die sich in Form von allergischer Rhinitis, Konjunktivitis und Asthma äußern.

Die häufigsten Schimmelpilze, die allergische Reaktionen auslösen, sind:

- Alternaria alternata (im Innen- und Außenbereich vorkommend)

- Penicillium und Cladosporium (kommen im Außenbereich vor, sind aber in Innenräumen vorherrschend)

- Aspergillus: Eine Form, die sofortige Reaktionen (Niesen, Husten, Hautausschlag) sowie kritischere Reaktionen wie Lungenaspergillose (eine Lungenerkrankung) auslösen kann.